Project Gutenberg

Bereits 1971 wurde von Michael Hart das Project Gutenberg an der University of Illinois ins Leben gerufen, um Texte digital zu erfassen und für jedermann verfügbar zu machen, soweit sie frei von Urheberrechten waren. Der erste Text – die US-amerikanische Unabhängigkeitserklärung – wurde wie viele weitere noch per Hand eingetippt, bis Scanner endlich die Arbeit erleichterten.

Die Mutter aller eBook-Bibliotheken

Heute kann die Bibliothek auf mehr als 45.000 Titel (Stand: Februar 2014) verweisen. Der größte Teil der Werke ist selbstverständlich in englischer Sprache, dennoch finden sich inzwischen zahlreiche Bücher in anderen Sprachen. Die Datenbank listet Sprachen mit mehr als 50 Werken sogar extra auf. Darunter zählen neben Deutsch z.B. auch Chinesisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch. Selbst Schriften in Afrikaans, Maori oder Sanskrit lassen sich in der Bibliothek finden.

Die Bibliothek erfasst nur Texte, die nach US-amerikanischem Recht nicht mehr unter das Urheberrecht fallen oder als Public Domain gelten. Alle Texte lassen sich frei und kostenlos herunterladen und – und das ist eine der Besonderheiten des Projekts – auch kommerziell kostenlos weiterverwenden, solange man die vorliegende Textdatei in irgendeiner Form bearbeitet hat. Inhaltlich finden sich im Sortiment sowohl Werke der Unterhaltungsliteratur wie auch der ernsten Literatur, Gedichte wie Sachbücher. Die meisten Texte und Romane stammen aus der Zeit ab dem 17. Jahrhundert, doch selbst mittelalterliche Texte oder Abschriften antiker griechischer Theaterstücke lassen sich finden.

Das Project Gutenberg setzte lange Zeit im Format ganz bewusst auf die einfachste digitale Form – Textdateien im ASCII-Code. Damit will sie gewährleisten, dass die Texte so offen wie möglich zugänglich sind und verarbeitet und bearbeitet werden können. Heute liegen viele Texte auch als HTML-Datei oder in den eBook-Format EPUB und Kindle vor. Inzwischen finden sich gelegentlich auch Innenillustrationen, die als JPG oder PNG bei Wunsch extra heruntergeladen werden können. Und als neueste Ergänzung werden viele Texte auch als maschinell erstellte oder aufgenommene Hörbücher kostenlos angeboten.

Finanziert wird das Projekt vor allem aus Spenden. Mitarbeiten kann jeder, der bereit ist, einzuscannen oder Korrektur zu lesen, und dazu ruft die Seite auch jeden Interessierten auf.

Link zum Anbieter: Project Gutenberg

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