Sony Reader PRS 505 – der eBook-Reader

Der Sony Reader PRS 505 ist der erste eBook-Reader eines etablierten Anbieters in Deutschland. Ähnlich wie der Amazon Kindle in den USA, hat der Sony Reader hierzulande das Thema eBooks wieder zu neuem Leben erweckt. Der PRS 505 kann bis zu 160 elektronische Bücher speichern und unverschlüsselte Dateien in den Formaten TXT, PDF, RTF, EPUP, BBeB und Microsoft Word anzeigen.

Hinweis: Dies ist ein veralteter Artikel, der aus Recherche-Gründen noch verfügbar ist. Informationen zu aktuellen eBook-Readern finden Sie hier.

Als verschlüsselte Dateien – also eBooks, die über ein digitales Rechtesystem vorm Kopieren geschützt sind – zeigt der Sony Reader die Formate Adobe Adept (PDF und EPUB) sowie BBeB an. Über Erweiterungskarten in den Formaten Memory Stick Duo sowie SD Card lässt sich die Speicherkapazität deutlich erhöhen; in der größten Ausbaustufe können damit laut Hersteller Sony etwa 13.000 eBooks gespeichert werden.

Ähnlich dem Kindle verfügt auch der Sony Reader PRS 505 über ein Display mit E-Ink-Technologie, das für ein angenehmes Lesen sorgt – so wie der Leser das von klassischen Büchern kennt. Insbesondere lässt sich das 800 mal 600 Pixel große Display des PRS 505 auch unter direktem Sonnenlicht hervorragend ablesen. Fotos kann der Sony Reader zwar anzeigen, allerdings erfolgt die Darstellung nur in Schwarzweiß mit acht Graustufen.

Befüllt wird das Gerät über die mitgelieferte Windows-Software Sony eBook Library; Nutzer von Mac OS X und Linux werden offiziell nicht bedient, können aber ihren Sony Reader PRS 505 mit einigen Tricks doch mit kopiergeschützten eBooks betanken. Da dem Sony-Gerät aber – anders als dem Kindle in den USA – ein direkter Internetzugang fehlt, kann der PRS 505 nicht unterwegs mit aktuellen Zeitungsinhalten versorgt werden. Das Angebot an eBooks ist derzeit noch überschaubar, wird aber zunehmend größer. Inzwischen sind sogar bereits Bestseller für den Sony Reader verfügbar.

Geladen wird der eBook-Reader über ein USB-Kabel in etwa vier Stunden direkt am PC, ein Ladegerät kann optional gekauft werden. Mit einer vollen Ladung hält der Akku des PRS 505 laut Sony etwa 6.800 Seiten durch – die Lesegeschwindigkeit ist dabei egal, denn das E-Ink-Display benötigt nur Strom, wenn der Seiteninhalt geändert wird. Allerdings sollte man beachten, dass eine angenehme Schriftgröße eine „echte“ Buchseite auf mehrere Display-Seiten aufteilt. Ersten Erfahrungen zufolge reicht eine Akkuladung aber auch dann noch für gut 1.000 Seiten Buchseiten. Wird der Sony Reader zudem als MP3-Player missbraucht, verringert sich die Akkulaufzeit auf etwa sechs Stunden. Das reicht vielleicht für längere Bahnfahrten, für den Einsatz im Urlaub ist das nur sinnvoll, wenn entweder ein Notebook oder das Ladegerät mit dabei sind.

Insgesamt ist das schlanke (nur 8mm dick) und 254 Gramm leichte Gerät eine schöne Alternative zu Papier-Büchern. Der PRS 505 ist Sony-typisch schön designt  und solide verarbeitet. Sony könnte damit in Deutschland eine echte eBook-Lawine losgetreten haben.

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